Copenhagen Infrastructure Partners (CIP) hat über seinen fünften Flaggschiff-Fonds, Copenhagen Infrastructure V (CI V), eine Vereinbarung zur Übernahme des europäischen Onshore-Geschäfts von Ørsted getroffen. Die Transaktion umfasst Anlagen in Irland, Großbritannien, Deutschland und Spanien. Mit diesem Schritt integriert CIP ein Portfolio von über 800 MW Kapazität – davon 578 MW in Betrieb und 248 MW im Bau – sowie eine Entwicklungspipeline im Gigawatt-Bereich.
Beschleunigter Ausbau der erneuerbaren Energien
Für CIP bedeutet der Zukauf eine signifikante Stärkung der eigenen operativen Fähigkeiten. Das Unternehmen plant, die erworbenen Plattformen für Windkraft an Land, Photovoltaik und Batteriespeicher (BESS) als eigenständiges Unternehmen unter neuem Namen weiterzuführen.
Mads Skovgaard-Andersen, Partner bei CIP, betont die strategische Bedeutung: „Das kombinierte Portfolio aus Onshore-Wind, Solar und BESS ergänzt unser bestehendes Projektportfolio und gibt uns die nötige Größe, um den Ausbau erneuerbarer Energien weiter zu beschleunigen und Europas Energieunabhängigkeit zu stärken.“
Nischal Agarwal, ebenfalls Partner bei CIP, ergänzt, dass man durch die Übernahme eines erfahrenen Teams ideal positioniert sei, um das volle Wertpotenzial in Märkten mit hohem Nachfragewachstum auszuschöpfen.
Ørsteds Fokus auf die Kernkompetenz Offshore
Für den Energiekonzern Ørsted markiert der Verkauf den Abschluss eines umfassenden Deinvestitionsprogramms. Das Unternehmen beabsichtigt, seine Ressourcen künftig stärker zu bündeln, um die Marktführerschaft im Bereich der Offshore-Windkraft in Europa zu festigen.
Trond Westlie, CFO von Ørsted, erklärt dazu: „Die Veräußerung unserer europäischen Onshore-Plattform schließt das von uns dargelegte Deinvestitionsprogramm ab, und wir haben die finanzielle Position von Ørsted nun erheblich gestärkt.“
Finanzielle Hintergründe und Ausblick
Der für die Übernahme genutzte Fonds CI V erreichte im März 2025 sein finales Closing und übertraf mit einem Volumen von 12 Milliarden Euro das ursprüngliche Ziel. Insgesamt verfügt der Fonds über ein potenzielles Investitionsvolumen von rund 24 Milliarden Euro für Energieinfrastruktur weltweit.
Der Abschluss der Transaktion wird für das zweite Quartal 2026 erwartet, sofern die zuständigen Aufsichtsbehörden zustimmen. Nach dem Closing wird das Onshore-Geschäft als unabhängige Einheit vom bisherigen Mutterkonzern Ørsted getrennt agieren.
Weitere beliebte Meldungen: