Der globale Real-Assets-Investmentmanager PATRIZIA hat für seine norwegische Plattform SAREN Energy AS eine neue Fremdfinanzierung in Höhe von rund 175 Millionen Euro abgeschlossen. Die Finanzierung, die von einem Konsortium aus nordischen und internationalen Kreditgebern bereitgestellt wird, umfasst mehrere Tranchen in norwegischen Kronen. Ziel ist es, die langfristige finanzielle Flexibilität des Unternehmens zu erhöhen und bestehende Kreditvereinbarungen abzulösen.
Fokus auf Kreislaufwirtschaft und Dekarbonisierung
SAREN Energy ist Norwegens zweitgrößter Betreiber von Anlagen zur Energiegewinnung aus Abfall. Das Unternehmen verarbeitet jährlich etwa 250.000 Tonnen Restmüll und erzeugt daraus rund 500 GWh Energie für Kommunen, Industrie und Haushalte.
Graham Matthews, Head of Fund Management Infrastructure bei PATRIZIA, ordnet den Schritt strategisch ein: „Diese Refinanzierung verdeutlicht die Stärke des Plattform-Ansatzes von PATRIZIA in der Assetklasse Infrastruktur: Durch die aktive Stärkung der Kapitalstrukturen und die Unterstützung der Expansion der Plattform-Unternehmen verbessern wir die Widerstandsfähigkeit und den langfristigen Wert kritischer Vermögenswerte.“
Expansion und operative Optimierung
Die neue Kapitalstruktur ist direkt auf die Wachstumsstrategie von SAREN ausgerichtet. Erst kürzlich wurde der Standort in Tromsø für rund 60 Millionen Euro erweitert, was die Kapazität zur Energiegewinnung um 16% steigerte. Fredrik Næsse, Direktor bei PATRIZIA, betont die Rolle von SAREN als „zuverlässiger Anbieter von kohlenstoffarmer Energie und konstruktiver Konsolidierer auf dem norwegischen Markt“.
Auch auf operativer Ebene wird die Refinanzierung positiv bewertet. Magnus Bjertnes, CFO von SAREN Energy, erklärt: „Nach der erfolgreichen Erweiterung unserer Anlage in Tromsø sind wir gut aufgestellt, um den operativen Betrieb zu optimieren, weiter zu wachsen und auch künftig zuverlässige, kohlenstoffarme Energie an unsere Industrie- und Privatkunden zu liefern.“
Strategische Relevanz für den Mid-Market
Für PATRIZIA ist dieser Abschluss ein weiterer Meilenstein in ihrer paneuropäischen Infrastruktur-Strategie. In den vergangenen zwölf Monaten hat das Unternehmen im Mid-Market-Segment mehr als 1,6 Milliarden Euro an Fremdkapital aufgenommen. Das Portfolio im Bereich Dekarbonisierung umfasst mittlerweile weltweit ein Volumen von mehr als 2,2 Milliarden Euro, wozu neben der Abfallverwertung auch Biomethan-Anlagen und dezentrale erneuerbare Energien gehören.
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