Der Investmentmanager Barings und der US-Farmland-Investor Homestead Capital USA LLC haben den Start eines asset-basierten Finanzierungsprogramms in Höhe von 300 Millionen US-Dollar bekannt gegeben. Die Kooperation zielt darauf ab, die Kreditvergabe von Homestead in strategisch wichtigen Regionen auszuweiten und Barings gleichzeitig einen tieferen Zugang zum US-Agrarkreditmarkt zu ermöglichen.
Expansion auf dem US-Agrarmarkt
Homestead Capital, das ein Vermögen von rund 1,6 Milliarden US-Dollar verwaltet, agiert landesweit in den USA. Die Kreditstrategie des Unternehmens richtet sich an ein breites Spektrum von Kreditnehmern – von kleinen Familienbetrieben bis hin zu großen, vertikal integrierten Agrarkonzernen. Durch die Partnerschaft mit Barings plant Homestead, seine Präsenz in einem Markt zu vergrößern, dessen Gesamtvolumen vom US-Landwirtschaftsministerium auf rund 624,7 Milliarden US-Dollar geschätzt wird.
Die Ausweitung umfasst geografische Schwerpunkte wie den Mittleren Westen, den Pazifischen Nordwesten sowie den Südosten und Südwesten der USA. Finanziert werden soll dabei eine Mischung aus verschiedenen Marktsegmenten, darunter klassische Reihenkulturen, Sonderkulturen und Dauerkulturen.
Stimmen zur Partnerschaft
Für Homestead stellt die Zusammenarbeit einen Meilenstein in der eigenen Entwicklung dar. Gabe Santos, Mitbegründer und Co-CEO, betonte das Ziel des Unternehmens: „Wir bauen unsere Kreditkapazitäten seit Jahren aus und wollen der Goldstandard für Agrarinvestitionen sein.“ Sein Kollege Dan Little ergänzte, dass die Landwirtschaft eine Anlageklasse darstelle, die „attraktive risikobereinigte und unkorrelierte Renditen in einer Vielzahl von Marktumgebungen bietet.“
Auch Barings sieht in der Allianz einen strategischen Gewinn. Burak Cetin, Managing Director für Asset-Based Finance bei Barings, erklärte: „Durch diese Partnerschaft erweitern wir das Originierungsnetzwerk von Barings auf dem US-Agrarmarkt und bieten unseren Kunden Zugang zu differenzierten Kreditmöglichkeiten im Agrarsektor.“
Strategische Hintergründe
Die Vereinbarung ist als sogenanntes „Forward Flow“-Arrangement strukturiert. Barings nutzt seine Asset-Based Finance (ABF) Plattform gezielt, um langfristige Partnerschaften mit spezialisierten Kreditgebern einzugehen. Ziel ist es, für Investoren einen dauerhaften Zugang zu Anlagechancen zu schaffen, die weitgehend unabhängig von den Schwankungen der allgemeinen Finanzmärkte agieren.
Rechtlich beraten wurde Barings bei dieser Transaktion von Holland & Knight LLP, während Homestead Capital von Paul Hastings LLP unterstützt wurde.
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