Strategische Allianz für den KI-Energiebedarf
Schroders Greencoat hat die Gründung einer neuen Plattform bekannt gegeben, die gezielt in die Schnittstelle zwischen erneuerbaren Energien und digitaler Infrastruktur investiert. Das Projekt wird als 50:50-Joint-Venture zwischen dem semi-liquiden Fonds Schroders Capital Semi-Liquid Global Energy Infrastructure (SCSL GEI) und der börsennotierten Greencoat Renewables PLC geführt.
Ziel der Plattform ist es, Energieparks zu entwickeln, die regenerative Erzeugung, Speichersysteme und Netzdienstleistungen direkt mit energieintensiven Rechenzentren kombinieren. Damit reagiert der Investmentmanager auf die Tatsache, dass die Energieversorgung heute als das kritischste Nadelöhr für den Ausbau von Hyperscale-Rechenzentren gilt.
Ausbau der Marktführerschaft und globale Partnerschaften
Die neue Plattform ist Teil einer umfassenden Strategie im Bereich der Energiewende. Schroders Greencoat festigt damit seine Position als führender Akteur in zukunftskritischen Sektoren. So gilt das Unternehmen bereits als der größte Investmentmanager Großbritanniens im Bereich des grünen Wasserstoffs, basierend auf den im Rahmen des britischen Hydrogen Allocation Round-Prozesses angebotenen Verträgen.
Zudem unterstreicht die Kooperation mit dem weltweit führenden chinesischen Batteriehersteller CATL (Contemporary Amperex Technology Co Ltd) und Lochpine Capital die Ambition, Batteriespeicherlösungen in ganz Europa massiv zu beschleunigen. Diese Expertise in der Speicherung und Regulierung ist essenziell, um die schwankende Einspeisung erneuerbarer Energien für Rechenzentren nutzbar zu machen.
Erstprojekt: „Drogheda Energy Park“
Das erste konkrete Investment der Plattform ist der Erwerb der „Premier Periclase“-Anlage in Drogheda, nördlich von Dublin. Auf dem ehemaligen Industrieareal soll ein integrierter Energiepark entstehen. Das Herzstück bildet ein Rechenzentrum, für das bereits eine Baugenehmigung für eine Startkapazität von 36 MW vorliegt.
Die Versorgung soll über langfristige Stromabnahmeverträge aus erneuerbaren Quellen gesichert werden. Paul O’Donnell, Partner bei Schroders Greencoat, sieht darin ein Zukunftsmodell: „Die Verknüpfung der Nachfrage nach Rechenzentren mit der Erzeugung erneuerbarer Energien bietet eine spannende Möglichkeit, das schnelle Wachstum der KI-bedingten digitalen Infrastruktur zu unterstützen. Der Drogheda Energy Park ist ein logischer nächster Schritt für unser Unternehmen und eine Blaupause für zukünftige Investitionsmöglichkeiten.“
Der geplante Drogheda Energy Park in der Nähe von Dublin
Quelle: Schroders Greencoat
Irland als Vorreiter durch neue Regulierung
Irland gilt als europäischer Knotenpunkt für Technologiekonzerne. Mit dem „Large Energy-Users Action Plan“ hat die irische Regierung einen Rahmen geschaffen, der den Ausbau digitaler Infrastruktur im Einklang mit nationalen Klimazielen und der Netzstabilität fördern soll. Laut Schroders Greencoat hat dieses Modell das Potenzial, in ganz Europa Schule zu machen.
Duncan Hale, Portfoliomanager bei Schroders Greencoat, betont die strategische Bedeutung: „Der jüngste Schritt markiert einen weiteren Meilenstein, da wir Chancen erschließen, die sich an der Schnittstelle zwischen digitalem Wachstum und sauberer Energie ergeben.“
Die Initiative ergänzt das Portfolio des 2024 aufgelegten SCSL GEI-Fonds, der bereits in über 180 Anlagen investiert ist – von Wind- und Solarparks bis hin zu Fernwärme und industrieller Wärmeversorgung.
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