Kontinuität in der Assetklasse European Venture
Nachdem das Kapital des ersten Wachstumsfonds Deutschland innerhalb von drei Jahren nahezu vollständig investiert wurde, setzt die KfW Capital zum 1. April 2026 die Strategie mit einer zweiten Fondsgeneration fort. Der Wachstumsfonds II richtet sich gezielt an institutionelle Anleger wie Versicherer, Versorgungswerke und Pensionskassen. Als Ankerinvestoren fungieren erneut der Bund mit 200 Millionen Euro sowie die KfW Capital mit 120 Millionen Euro.
Die KfW Capital übernimmt dabei wieder die Rollen des Konzeptionärs, Strukturierers sowie des Anlageberaters und -vermittlers. Ziel ist es, privates Kapital zu mobilisieren, um das Ökosystem für Start-ups und Scale-ups in Deutschland und Europa nachhaltig zu stärken.
Portfolio-Struktur und Anlagestrategie
Der Dachfonds verfolgt einen „Pick-the-best“-Ansatz und investiert primär in etablierte VC-Fondsmanager mit nachgewiesenem Track Record. Das Zielportfolio soll einen breit diversifizierten Zugang zu rund 1.000 Technologieunternehmen ermöglichen. Neben klassischen VC-Fonds sind Investitionen in Venture-Debt, Co-Investments und Secondaries vorgesehen.
Der Fokus liegt mehrheitlich auf der Later-Stage-Phase. Dr. Jörg Goschin, Vorsitzender der Geschäftsführung von KfW Capital, betont die Attraktivität des Segments: „Die Assetklasse European Venture hat sich in der Vergangenheit sehr positiv entwickelt und in puncto Rentabilität sowohl andere Assetklassen als auch andere Regionen wie den US-Markt übertroffen.“ Laut Goschin zeige sich dies bereits in der positiven Portfolioentwicklung des ersten Wachstumsfonds.
Mobilisierung von privatem Kapital
Ein zentrales Anliegen des Vehikels ist die Verknüpfung von öffentlichem und privatem Kapital. Stefan Wintels, Vorstandsvorsitzender der KfW Bankengruppe, sieht in der Fortführung einen „wichtigen Impuls für das europäische VC-Ökosystem“. Der Fonds ist als Baustein des Zukunftsfonds der Bundesregierung konzipiert und soll marktorientierte Renditen bei einem ausgewogenen Risikoprofil erzielen.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil hob die Hebelwirkung hervor: „Der Wachstumsfonds Deutschland war ein voller Erfolg. Er zeigt, wie gut es funktioniert, private Investitionen durch öffentliche Mittel zu hebeln.“ Stand Ende März 2026 hat der Vorgängerfonds bereits rund 870 Millionen Euro an 43 Zielfonds zugesagt. Mit dem Nachfolger soll dieses Volumen nun verstetigt werden, um die Technologieführerschaft am Standort Deutschland zu sichern.
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