Trotz makroökonomischer und geopolitischer Spannungen zeigt sich der Sekundärmarkt äußerst resilient. Laut der aktuellen Erhebung von William Blair, für die 60 führende Secondary-Investoren befragt wurden, gaben 91% der Teilnehmer an, ihre Abflussplanungen trotz Handelskonflikten oder kriegerischer Auseinandersetzungen nicht zu ändern. „Unsere Umfrage zeigt erneut, wie widerstandsfähig der Secondary Market weiterhin ist“, erläuterte Mike Custar, Head of Secondary Advisory bei William Blair. Das Erreichen der 220 Mrd. USD-Marke unterstreiche die fortschreitende Implementierung von Portfolio-Optimierungstools.
Wachstumstreiber in Europa und GP-led Strukturen
Besonderes Augenmerk liegt auf dem europäischen Markt, der 2025 ein Rekordvolumen von rund 60 Mrd. USD erreichte. Dem Bericht zufolge verfügen bereits 65% der Befragten über dedizierte Deal-Teams in Europa, wobei jeder zweite Teilnehmer plant, die Präsenz in den kommenden zwölf Monaten weiter auszubauen. Ein wesentlicher Faktor für diese Dynamik bleibt der Track Record von Continuation Funds, die mittlerweile größere Fondsvolumina und neue Marktteilnehmer unterstützen.
Ausblick bis 2030
Für die kommenden Jahre erwartet die Branche eine Fortsetzung des Aufwärtstrends. Bis 2030 könnte das Marktvolumen auf 400 Mrd. USD ansteigen. Neben dem strategischen Portfoliomanagement institutioneller Anleger sorgt zunehmend auch der Zufluss von Retail-Kapital in Private-Markets-Strukturen für einen kontinuierlichen Bedarf an LP-Liquidität. Wie aus den Daten von William Blair hervorgeht, investierten bereits 40% der befragten Akteure im vergangenen Jahr mehr als 1 Mrd. USD in Sekundärmarkttransaktionen. Das Beratungsunternehmen selbst begleitete im Zwölfmonatszeitraum bis März 2026 mehr als 15 Transaktionen mit einem Gesamtvolumen von 17 Mrd. USD.
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