Das ELTIF Breakfast in Frankfurt zeigte einmal mehr, dass sich das Format als Treffpunkt für den Austausch im Private-Markets-Ökosystem etabliert hat. Im Zentrum der Veranstaltung standen die aktuelle Marktentwicklung, die strategische Asset-Allokation und die Frage, welche Vertriebsstrukturen den weiteren Ausbau des Segments tragen können. Wie Aquila und portagon mit Verweis auf die Scope-Analyse vermittelten, gewinnt der ELTIF zunehmend an Bedeutung als Schnittstelle zwischen Private Markets und dem Wealth-Segment.
Marktdaten liefern den Rahmen für die Diskussion
Inhaltlicher Bezugspunkt des Breakfasts war die aktuelle ELTIF-Studie von Scope Fund Analysis. Diese zeigt für 2025 ein deutliches Wachstum des Marktes: Das verwaltete Vermögen stieg demnach auf 34 Mrd. Euro, nachdem es 2024 noch bei 22 Mrd. Euro gelegen hatte. Zugleich wurden 113 neue ELTIFs aufgelegt, fast doppelt so viele wie im Vorjahr. Insgesamt zählte Scope bis Ende 2025 europaweit 268 ELTIFs von 129 Asset Managern.
Vor diesem Hintergrund ordneten Sonja Knorr und Hosna Houbani von Scope Fund Analysis die Entwicklung vor Ort ein. Im Fokus stand dabei nicht nur das statistische Wachstum, sondern auch die qualitative Veränderung des Marktes. Nach Einschätzung von Scope entwickelt sich der ELTIF unter dem modernisierten 2.0-Regime zunehmend zu einem strukturellen Instrument, um Private Markets breiter im Wealth Management zu verankern.
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Asset Allocation und Vertrieb rücken stärker zusammen
Die Diskussion in Frankfurt machte deutlich, dass sich die Marktdebatte nicht mehr auf Produktzahlen allein beschränkt. Mit dem Anstieg spezialisierter Strategien rücken Fragen der Allokation und des Zugangs zu Investoren stärker in den Vordergrund. Laut Scope entfielen 2025 beim platzierten Volumen 38 Prozent auf Private Debt, 24 Prozent auf Infrastruktur und 19 Prozent auf Private Equity. Parallel zeigt die Studie, dass Anbieter weiterhin vor allem Privatanleger adressieren und Retailbanken als künftig wichtigsten Vertriebskanal einstufen.
Damit verschiebt sich die Diskussion zunehmend von der reinen Produktverfügbarkeit hin zur praktischen Implementierung: Welche Strukturen funktionieren im Vertrieb, wie lassen sich Anlegergruppen erschließen und welche Rolle spielen Banken, Plattformen und Partnerschaften im weiteren Marktausbau? Genau an dieser Schnittstelle setzte der Austausch beim Breakfast an.
Netzwerkformat für operative Fragen des Marktes
Über die Analyse einzelner Kennzahlen hinaus unterstrich die Veranstaltung den Charakter des Formats als Arbeitsplattform für Asset Manager, Distributoren und Dienstleister. Der regelmäßige Austausch soll dazu beitragen, operative und regulatorische Herausforderungen der Assetklasse gemeinsam einzuordnen. Gerade in einem Markt, der sich in kurzer Zeit stark verbreitert, gewinnt diese Funktion an Gewicht.
Für zusätzlichen Gesprächsstoff sorgte der Ausblick von Scope auf die kommenden Jahre. Die Analyse hält bis Ende 2026 ein ELTIF-Volumen von bis zu 50 Mrd. Euro für möglich; bis Ende 2028 sieht Scope den europäischen Markt in einer Bandbreite von 70 bis 80 Mrd. Euro. Diese Perspektive gab in Frankfurt den Rahmen für die Debatte über künftige Vertriebsstrukturen, Marktzugänge und regulatorische Leitplanken vor.
Fazit des Frankfurter Breakfasts
Die Veranstaltung in Frankfurt vermittelte damit vor allem eines: Der ELTIF-Markt ist erkennbar in eine neue Phase eingetreten. Das Wachstum wird zwar weiterhin stark über Zahlen sichtbar, die eigentliche Herausforderung liegt nun aber in der Skalierung von Vertrieb, Produktarchitektur und Investorenzugang. Genau dort setzt das ELTIF Breakfast als Eventformat an – weniger als reine Marktbeobachtung, sondern zunehmend als Ort, an dem die nächste Entwicklungsstufe des Segments diskutiert wird.
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