Der Trend zur Demokratisierung der Private Markets gewinnt massiv an Breite. Laut dem aktuellen „Advisor Outlook“-Report von Adams Street Partners, einem Asset Manager mit über 65 Mrd. USD AuM, betrachten Finanzberater Private Equity, Private Credit und andere alternative Strategien zunehmend als Mainstream-Allokation. Rund 70% der Befragten gehen davon aus, dass der Anteil der in Private Markets investierten Kunden in den nächsten drei Jahren weiter steigen wird.
Strukturelle Treiber und neue Vehikel
Wie Adams Street im Rahmen der Veröffentlichung des Reports darlegte, wird diese Entwicklung maßgeblich durch die Evolution der Produktstrukturen begünstigt. Nahezu die Hälfte der Berater (49%) sieht in semi-liquiden oder Evergreen-Fonds die am besten geeignete Struktur für ihre Klienten – ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vorjahr (44%). Diese Vehikel erleichtern den Zugang und den Portfolioaufbau, wenngleich Berater die Liquiditätsbeschränkungen und potenziell geringere Renditeerwartungen im Vergleich zu klassischen Closed-end-Strukturen als Trade-offs berücksichtigen müssen.
„Die Frage hat sich von der grundsätzlichen Entscheidung für Private Markets hin zur effektiven Implementierung verschoben“, kommentierte Michael Lucarelli, CFA, Partner Wealth Management bei Adams Street Partners. Neben der reinen Rendite stehen für 43% der Berater die Erzielung von laufenden Erträgen (Income) und für 35% die Steuereffizienz im Vordergrund der Investmentziele für 2026.
Sektorfokus und Diversifikation
Innerhalb der Assetklassen bleiben Technologie und Healthcare die bevorzugten Anlagethemen. Zudem gewinnt der Einsatz von Secondaries als Instrument zur Diversifizierung und aktiven Portfoliokonstruktion an Bedeutung. Ein weiteres Wachstumsfeld sieht die Branche in der Ausweitung des Zugangs zu Private Markets innerhalb von Altersvorsorgeplänen.
Die Zuversicht in die Anlageklasse bleibt ungebrochen hoch: 89% der Berater sind laut der Pressemitteilung von Adams Street überzeugt, dass Private Markets öffentliche Märkte langfristig outperformen werden. Der strukturelle Wandel wird dabei zusätzlich durch den laufenden Vermögenstransfer zwischen den Generationen befeuert, der die Nachfrage nach modernen, breit gefächerten Portfoliostrukturen erhöht.
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