Nomura Holdings hat eine Investition in die in Hamburg ansässige Navigo Shipholding AG bekannt gegeben. Das 2019 von der Schulte Group und der DEVK Versicherung gegründete Unternehmen fungiert als Investmentplattform für maritime Assets. Laut einer Pressemitteilung von Nomura unterstreicht dieser Schritt die Ambition, das Angebot an Real-Asset-Lösungen für institutionelle Investoren zu erweitern und die Expertise im Bereich physischer Transport-Infrastruktur zu vertiefen.
Fokus auf stabile Cashflows und Bonität
Navigo konzentriert sich auf ein diversifiziertes Schiffsportfolio, das über langfristige Charterverträge an bonitätsstarke Kunden vermietet wird. Die Stärken der Plattform liegen in der operativen Management-Expertise der Schulte Group sowie einem globalen Netzwerk. Nomura beabsichtigt, durch die Beteiligung schrittweise neue Geschäftsmöglichkeiten zu erschließen und institutionellen Anlegern Zugang zu einem Sektor zu verschaffen, der als Rückgrat der globalen Logistik gilt.
Energiewende als Wachstumstreiber im Schifffahrtssektor
Ein zentraler Aspekt der Investitionsstrategie ist der technologische Wandel innerhalb der Branche. Angesichts der Treibhausgas-Reduktionsziele der International Maritime Organization steigt der Bedarf an Neubauten mit alternativen Antrieben deutlich an. Nomura identifiziert hierbei signifikantes Potenzial in Segmenten wie LNG-betriebenen Schiffen, Offshore-Wind-Versorgern und Flüssig-CO2-Tankern.
Die Schifffahrt wird von Nomura nicht nur als reines Investmentziel, sondern als entscheidender Wachstumsmarkt für die globale Dekarbonisierung eingestuft. „Wir streben danach, eine bessere Welt zu schaffen, indem wir die Kraft der Finanzmärkte nutzen“, kommentierte das Unternehmen die Übereinstimmung der Akquisition mit dem eigenen Unternehmenszweck. Durch den Aufbau von Know-how in diesem spezialisierten Segment will die Gruppe ihre Asset-Management-Sparte nachhaltig stärken.
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