Die FINEXITY Group hat den Startschuss für eine auf zwei Jahre angelegte KI-Strategie gegeben, um die gesamte Wertschöpfungskette von der Emission bis zur Abwicklung digital zu transformieren. Das erste operative Element dieser Roadmap ist „FINEXITY Access“. Hierbei handelt es sich um eine modulare Zeichnungsstrecke, die speziell für den Primärmarktvertrieb entwickelt wurde. Die Lösung adressiert laut einer aktuellen Pressemitteilung von FINEXITY sowohl das Emittentenprivileg als auch MiFID-II-konforme Vertriebsstrukturen.
Brückenschlag zwischen Tradition und Tokenisierung
Ein zentraler Aspekt der neuen Infrastruktur ist die hybride Ausrichtung. Die Zeichnungsstrecken sind so konzipiert, dass sie neben tokenisierten Assets auch konventionelle Wertpapiere verarbeiten können. Damit möchte der Anbieter die bestehende Lücke zwischen der klassischen Finanzwelt und Blockchain-basierten Infrastrukturen schließen. „Wir entwickeln für eine Welt, in der tokenisierte und konventionelle Wertpapiere selbstverständlich nicht nur nebeneinander, sondern miteinander existieren“, erläutert Tim Janssen, CTO der FINEXITY Group, die strategische Ausrichtung des Moduls.
Skalierbarkeit durch KI-Integration
Die übergeordnete Strategie verfolgt das Ziel, das Transaktionsvolumen massiv zu steigern, ohne den operativen Aufwand proportional zu erhöhen. Hierfür werden sukzessive KI-gestützte Komponenten in die Prozesse integriert. Im aktuellen Modul kommen diese bereits bei der Vorprüfung von Kundendaten, Identifizierungsverfahren sowie Angemessenheitsprüfungen zum Einsatz. Zudem befindet sich laut Unternehmensangaben bereits eine KI-gesteuerte Applikation zur Due-Diligence-Prüfung von Emissionsanfragen in der Testphase.
Die Einbindung der neuen Infrastruktur erfolgt für Emittenten und Vertriebspartner über eine Plug-and-play-Lösung per Checkout-URL. Wie FINEXITY im Rahmen der Meldung erläuterte, befinden sich die ersten Partneranbindungen bereits in der Rollout-Phase, sodass eine zeitnahe Nutzung für den Primärmarktvertrieb sichergestellt ist. In den kommenden 24 Monaten sollen weitere Module folgen, um die Effizienz entlang der gesamten Kapitalmarkt-Wertschöpfungskette zu steigern.
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