Diskrepanz zwischen Marktspekulation und interner Bewertung
Angesichts anhaltender Gerüchte über einen bevorstehenden Börsengang hat Scottish Mortgage detaillierte Daten zur Bewertung von SpaceX veröffentlicht. Per 31. März 2026 bewertet der Trust das Unternehmen mit insgesamt 1,25 Billionen USD. Dieser Wert resultiert aus einer Neubewertung im ersten Quartal, die Sekundärmarkttransaktionen und die Verschmelzung der Bewertungen von SpaceX und xAI berücksichtigt. Bemerkenswert ist, dass dieser Ansatz deutlich unter den in der Fachpresse kursierenden 1,75 Billionen USD liegt. Wie Scottish Mortgage gegenüber PrivateMarkets360 präzisierte, stützt sich das Baillie Gifford Valuation Team bei der Preisfindung primär auf verifizierbare Transaktionen und die Expertise des Drittanbieters S&P Global statt auf Marktkommentare.
Performance und Portfolio-Konzentration
Die Beteiligung hat sich seit dem Ersteinstieg im Dezember 2018 zu einem massiven Performance-Treiber entwickelt. Mit einem ursprünglichen Kapitaleinsatz von ca. 200 Mio. USD ist die Position bis Ende März 2026 auf rund 3,94 Mrd. USD angewachsen – ein Multiple von rund 19x. Damit macht SpaceX aktuell 19,3% des Gesamtportfolios aus, während das gesamte Private Equity Exposure des Trusts bei 41,6% liegt. Trotz der hohen Konzentration wurde in den vergangenen fünf Jahren kein neues Kapital investiert.
Strategische Einordnung und IPO-Ausblick
Nach Treffen mit dem SpaceX-Management unterstreicht Fondsmanager Tom Slater die fundamentale Transformation des Unternehmens: „SpaceX lässt sich nicht mehr in erster Linie als Raketenunternehmen verstehen - es entwickelt sich zu einer Infrastruktur für die Weltwirtschaft.“ Laut Slater stehe das Starlink-Geschäft erst am Anfang seines Potenzials, insbesondere durch Erweiterungen in den Bereichen Mobile Connectivity, Defence sowie Aviation und Maritime.
Hinsichtlich eines potenziellen Börsengangs bleiben zentrale Fragen offen. Scottish Mortgage stellt klar, dass weder Lock-up-Fristen noch spezifische Angebotsbedingungen für Bestandsinvestoren feststehen. Erst die Publikation eines vollständigen Prospekts mit auditierten Finanzdaten werde hier Klarheit schaffen. Nach einem Listing würde die Position täglich Mark-to-Market bewertet, was die Volatilität des Net Asset Value erhöhen dürfte. Das Management beabsichtigt jedoch, die Position weiterhin nach denselben Kriterien der Portfoliokonstruktion zu steuern wie börsennotierte Assets.
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