Morningstar Wealth kooperiert mit Apollo, Franklin Templeton und J.P. Morgan AM für neue Modellportfolios

Morningstar Wealth plant im Laufe des Jahres den Launch einer neuen Suite von Public/Private Model Portfolios. In Zusammenarbeit mit Apollo, Franklin Templeton und J.P. Morgan Asset Management soll Finanzberatern ein forschungsgestützter Zugang zu privaten Märkten ermöglicht werden. Die Allokation kombiniert ETFs und Interval Funds, um traditionelle Implementierungshürden abzubauen, wie Morningstar in einer Pressemitteilung ankündigte.

Private Debt

22.06.2026 10:02 Uhr
Der Finanzplatz Chicago, Heimat der Morningstar-Zentrale – von hier aus orchestriert die Wealth-Sparte die neue Public/Private-Allianz mit führenden globalen Asset Manager-Häusern. / © Canva
Der Finanzplatz Chicago, Heimat der Morningstar-Zentrale – von hier aus orchestriert die Wealth-Sparte die neue Public/Private-Allianz mit führenden globalen Asset Manager-Häusern. / © Canva

Fokus auf Multi-Manager-Auswahl und Asset Allocation

Die neue "Morningstar Public/Private Select Series" unterscheidet sich von gängigen Single-Firm-Angeboten durch einen anbieterübergreifenden Ansatz. Wie aus einer gemeinsamen Mitteilung der Partner hervorgeht, kombiniert Morningstar Wealth die eigene Due-Diligence-Expertise mit Public-Market-Strategien von Franklin Templeton und J.P. Morgan Asset Management. Die Privatmarktkomponente, die primär Private Credit und Real Estate umfasst, steuern wiederum Apollo und Franklin Templeton bei. Ziel des Konsortiums ist eine voll integrierte Asset Allocation über eine einzige, standardisierte Portfoliostruktur.

Strukturierung über Interval Funds und ETFs

Die Suite wird sechs risikobasierte Portfolios umfassen, deren Spektrum von Kapitalerhalt bis zu aggressivem Wachstum reicht. Die Beimischung von illiquiden Assets erfolgt strukturell über Interval Funds und soll je nach Risikoprofil und Marktlage etwa 12-20% der Gesamtallokation betragen. Dieses Setup ist gezielt darauf ausgelegt, operative Hürden im Wealth Management – wie etwa Liquiditätsbeschränkungen, komplexe Zeichnungsprozesse und zeitversetzte Bewertungszyklen – zu minimieren.

Strategische Relevanz hybrider Portfoliokonzepte

Die beteiligten Institutionen betonen den strukturellen Wandel in der Asset Allocation. "Die nächste Generation von Modellportfolios wird öffentliche und private Märkte miteinander verbinden und Anlegern eine größere Diversifizierung sowie höhere Renditen bieten", kommentierte Jim Zelter, President von Apollo, die Kooperation. George Gatch, CEO von J.P. Morgan Asset Management, ergänzte mit Blick auf das makroökonomische Umfeld: "Da die Märkte traditionelle Anlageansätze weiterhin auf die Probe stellen und sich das 60/40-Portfolio weiterentwickelt, benötigen Berater Zugang zu einem wesentlich breiteren Spektrum an Anlagemöglichkeiten."

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