Der Markt für GP-geführte Secondaries verzeichnet eine deutliche Dynamik: Das Transaktionsvolumen stieg von revidierten 76 Milliarden US-Dollar im Jahr 2024 auf 109 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025. Laut einer Schroders-Capital-Analyse, die PrivateMarkets360 vorliegt, machten konjunkturelle Faktoren im vergangenen Jahr lediglich 9% des Volumens aus (2024: 14%). Das Wachstum wird somit maßgeblich von strukturellen Kräften getragen. Neben dem Basisszenario von 330 Milliarden US-Dollar bis 2035 hält das Private-Equity-Team unter optimistischen Annahmen sogar eine Verfünffachung des aktuellen Marktniveaus für möglich.
Verdrängung von Sponsor-zu-Sponsor-Transaktionen
Die zunehmende Etablierung von Continuation Vehicles bricht traditionelle Exit-Kanäle auf. Bisher machten Sponsor-zu-Sponsor-Buyouts seit 2006 durchschnittlich 38% der Deal-Anzahl und 36% des Deal-Werts aus. Schroders Capital prognostiziert, dass Continuation Investments in den kommenden zehn Jahren rund 5% des gesamten Mid- bis Large-Cap-Buyout-Deal-Flows verdrängen könnten. „Continuation-Transaktionen ermöglichen es dem ursprünglichen Sponsor, die Kontrolle zu behalten, während neues Kapital und optionale Liquidität für bestehende Investoren bereitgestellt werden“, erläutert Nils Rode, Chief Investment Officer bei Schroders Capital, den strukturellen Wandel.
Lower-Mid-Market bietet strukturelle Vorteile
Besonderes Potenzial sieht der Asset Manager im Lower-Mid-Market bei Portfoliounternehmen mit einem Enterprise Value von unter einer Milliarde US-Dollar. Zwischen 2022 und 2024 fielen mehr als zwei Drittel der von Schroders Capital evaluierten Continuation-Transaktionen in das Segment unter 750 Millionen US-Dollar. Petr Poldauf, Senior Investment Director bei Schroders Capital, betont, dass dieser Bereich ein diverses Chancenspektrum sowie günstigere Konditionen bietet: „Wichtig ist zudem, dass er tendenziell eine höhere Resilienz in Unsicherheitsphasen zeigt, da viele der zugrunde liegenden Unternehmen stärker inlandsorientiert und dienstleistungsbasiert sind, was sie weniger anfällig für die Handels- und geopolitischen Spannungen macht, die die Marktvolatilität heute antreiben.“
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