Erweiterter Liquiditätsdruck im ersten Halbjahr 2026
Wie eine aktuelle Analyse von Bain & Co. verdeutlicht, haben im ersten Halbjahr 2026 makroökonomische Faktoren wie geopolitische Konflikte, KI-Disruptionen sowie anziehende Private-Credit-Rückgaben das Fundraising im gesamten Segment zusätzlich belastet. Da der Ausstieg aus älteren Assets, die in der Niedrigzinsphase vor 2022 erworben wurden, weiterhin stockt, suchen Marktteilnehmer nach neuen Wegen zur Kapitalfreisetzung. Insbesondere Secondaries- und Private-Credit-Manager greifen vermehrt auf CFO-Strukturen zurück, da deren hochgradig diversifizierte Asset-Pools prädestiniert für Verbriefungen sind. Nach Prognosen von Evercore-Führungskräften wird das weltweite CFO-Emissionsvolumen in diesem Jahr die Marke von 30 Mrd. USD überschreiten – ein Zuwachs von rund 50% gegenüber 2025.
Regulatorischer Zugang für Fixed-Income-Investoren
Die CFO-Struktur bündelt die Private-Capital-Fondsanteile und tranchiert sie in sogenannte Rated Notes. Diese Transformation illiquider Positionen in geratete Wertpapiere öffnet regulierten Fixed-Income-Käufern wie Versicherungsgesellschaften den Zugang, da sie gezielt die höher bewerteten Tranchen in ihre Bilanzen aufnehmen können.
Kapitalfreisetzung in Ardians Kernsegmenten
Ardian agiert mit rund 200 Mrd. USD verwaltetem Vermögen als einer der führenden Akteure im globalen Secondaries-Markt. Die vor über 25 Jahren gegründete Sparte fokussiert sich auf den Erwerb von Anteilen an Private-Equity- und Infrastructure-Fonds von institutionellen Anlegern. Nachdem das Pariser Haus im vergangenen Jahr ein Rekordvolumen von 30 Mrd. USD für seinen jüngsten Secondaries-Fonds eingeworben hat, steht laut Bloomberg-Berichten aus dem April bereits das Nachfolgevehikel an. Die Verbriefung eines Teils dieser Bestände erlaubt es Ardian, gebundenes Kapital freizusetzen, ohne die strategischen Positionen verkaufen zu müssen.
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