Kombination aus Equity und staatlichen Fördermitteln
Der Münchner Entwickler von Quantensensorik für die Halbleiterprüfung, QuantumDiamonds GmbH, hat sich frisches Kapital in Höhe von 91 Mio. Euro gesichert. Neben dem Lead-Investor World Fund beteiligten sich Bayern Kapital sowie die Bestandsinvestoren IQ Capital, Earlybird, First Momentum, UnternehmerTUM, Creator Fund und Onsight Ventures an der 15 Mio. Euro schweren Eigenkapitaltranche. Weitere 76 Mio. Euro fließen als nicht-verwässernde Zuschüsse vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz sowie dem Freistaat Bayern über den European Chips Act.
Kapazitätsausbau und weltweite Expansion
Das Kapital dient primär dem Hochlauf der Serienfertigung am Standort München, wo eine neue Produktionsstätte für insgesamt 152 Mio. Euro aufgebaut wird. Zudem soll das Ingenieursteam im Laufe der nächsten zwölf Monate von derzeit 70 Mitarbeitenden mehr als verdoppelt werden. QuantumDiamonds nutzt atomare Defekte in synthetischen Diamanten für zerstörungsfreie 3D-Stromflussanalysen auf Nanoskala, um Qualitätsmängel zu lokalisieren und die Ausbeute (Yield) in der Chipfertigung zu steigern. „Die Reaktion führender Chiphersteller war eindeutig: Sie sehen unsere Technologie als essenziell an, um Ausbeuteprobleme zu lösen, die heutige Systeme nicht adressieren können“, erklärte Kevin Berghoff, CEO und Mitgründer von QuantumDiamonds, im Rahmen der Veröffentlichung.
Nach der jüngsten Expansion nach Taiwan und der Erstinstallation in den USA beabsichtigt das 2022 als Ausgründung der Technischen Universität München entstandene Unternehmen, die Bereitstellung von Laborsystemen für globale Chiphersteller zu forcieren sowie Testkapazitäten auf Wafer-Ebene weiterzuentwickeln.
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