Exponentieller Nachfrageanstieg durch KI-Infrastruktur
Markus Voigt, Executive Chairman der aream Group, verweist auf Schätzungen, wonach die weltweiten Ausgaben für Künstliche Intelligenz bereits 2026 die Marke von 2,5 Trillionen USD (2,5 Billionen US-Dollar) überschreiten dürften. UN-Analysen beziffern den Stromverbrauch von Rechenzentren für das Jahr 2025 auf rund 450 Terawattstunden (TWh). Bis 2030 könnte dieser Bedarf auf 1.000 TWh und in den Folgejahren auf bis zu 1.300 TWh ansteigen. Vor allem das Training komplexer KI-Modelle erweist sich als extrem energieintensiv; so benötigte das Training von GPT-4 schätzungsweise bis zu 70 GWh Strom – etwa das 50-Fache des Vorgängermodells GPT-3.
PPAs als Schlüsselinstrument für Infrastruktur-Investoren
Um diesen enormen Mehrbedarf nachhaltig zu decken, rücken Erneuerbare Energien in den Fokus. Wind- und Solarenergie stellen die am schnellsten wachsenden Stromquellen für Rechenzentren dar und dürften bis 2030 nahezu 50% des zusätzlichen Bedarfs abdecken. Getrieben wird diese Entwicklung maßgeblich durch langfristige Stromabnahmeverträge (PPAs) zwischen Technologiekonzernen und Energieerzeugern. Laut Voigt sind beschleunigte Investitionen in Erneuerbare Energien, Netzinfrastruktur und Speichertechnologien essenziell, um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern und Klimaziele einzuhalten.
Operative Portfolio-Performance im Juni 2026
Ergänzend zur Markteinschätzung veröffentlichte der Düsseldorfer Asset-Manager operative Kennzahlen für den Monat Juni. Das deutsche Photovoltaik-Portfolio litt unter Abregelungen im Umfang von ca. 1.300 MWh sowie temperaturbedingten Netz- und Wechselrichterstörungen (ca. 300 MWh). Der Soll-Wert wurde unbereinigt zu 79% erreicht (97% inklusive Erstattungsansprüchen). In Spanien führten Abregelungen von rund 3.350 MWh zu einer Zielerreichung von 67% (wovon 1.850 MWh erstattet werden). Die italienischen Photovoltaikanlagen zeigten mit 99% Zielerreichung eine stabile Entwicklung. Das Windportfolio erreichte – beeinträchtigt durch Netzabregelungen (850 MWh), Störungen im Pitchsystem sowie einen zehntägigen Netzstillstand – einen Soll-Wert von rund 88%.
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