Wachstum bei Fee-Paying AuM und Erträgen
Das Asset-Management-Geschäft von Tikehau generierte im ersten Halbjahr 2026 einen Anstieg der Management Fees und sonstiger Erträge um 13% auf 190 Millionen Euro. Haupttreiber dieser Entwicklung war ein Zuwachs von 7% bei den Fee-Paying AuM im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das gesamte verwaltete Vermögen (AuM) stieg im Jahresvergleich um 5% auf 53,5 Milliarden Euro. Die Profitabilität der Plattform verbesserte sich signifikant: Die Core Fee Related Earnings (FRE) wuchsen um 32% auf 80 Millionen Euro, wodurch die Core-FRE-Marge auf 42% anstieg. Zudem verbreiterte sich die Kundenbasis, wobei rund 60% der Nettomittelzuflüsse aus Deutschland, Israel, Südkorea und den USA stammten.
Verdopplung des Nettoergebnisses durch Portfoliorotation
Auf Konzernebene verdoppelte sich das Nettoergebnis auf 165 Millionen Euro. Dies resultierte vorrangig aus dem auf 222 Millionen Euro gestiegenen Portfolioergebnis, welches maßgeblich durch Kapitalgewinne aus dem Verkauf der Schroders-Beteiligung getrieben wurde. Im Rahmen der aktiven Portfoliorotation realisierte Tikehau im Halbjahr Kapitalrückflüsse und Exits in Höhe von 637 Millionen Euro. Die verfügbaren liquiden Mittel beliefen sich per Ende Juni 2026 auf 1,6 Milliarden Euro. Pro-forma nach einer Anleiherückzahlung im Jahr 2026 wird sich die Bruttoverschuldung auf 1,5 Milliarden Euro reduzieren.
Ausblick: Fokus auf Private Equity und Real Estate
Für das zweite Halbjahr erwartet der Manager eine traditionell stärkere FRE-Generierung, die insbesondere durch anstehendes Private-Equity-Fundraising gestützt werden soll. Zudem verweist das Management auf eine solide Exit-Pipeline in den Bereichen Private Equity und Real Estate für künftige Wertrealisierungen.
Die Tikehau-Gründer Antoine Flamarion und Mathieu Chabran betonten die aktuelle strategische Positionierung: „In einem volatilen makroökonomischen Umfeld und einem selektiveren Private-Markets-Markt haben wir weiterhin diszipliniert agiert, mit dem Fokus auf die Verbesserung der Profitabilität. Das erste Halbjahr 2026 markiert einen klaren Schritt nach vorn für Tikehau und einen ersten Schritt in unserer Erntephase.“ Ziel sei es nun, das Geschäftsmodell – bestehend aus der gebührengenerierenden Asset-Management-Franchise und der proprietären Bilanz für Co-Investments – weiter in wiederkehrende Ertragskraft zu übersetzen.
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