Alternative Kreditstrategien entwickeln sich von einer opportunistischen Renditequelle zu einem strukturellen Portfoliobaustein. Dies geht aus der "Benefit Street Partners Alternative Credit Survey 2026" hervor, deren Ergebnisse Lutz Morjan, Solutions Portfolio Manager in einer Pressemitteilung präsentiert. Von 135 befragten globalen Anlageentscheidern halten über 75% bereits mindestens 5% in diesem Segment, während 51% eine Erhöhung in den kommenden zwölf Monaten planen.
Diversifikation abseits von Direct Lending
Haupttreiber für diese Entwicklung ist mit 85% die Portfoliodiversifikation. Bemerkenswert ist, dass sich Private Credit in der Allokation zunehmend ausdifferenziert: Infrastrukturfinanzierungen führen bei den geplanten Aufstockungen, gefolgt von Direct Lending und Asset-Backed-Finanzierungen. Auf Sicht von drei Jahren erwarten 53% der Investoren bei Infrastrukturkrediten und 52% bei forderungsbesicherten Strategien die attraktivsten risikobereinigten Erträge.
Neue Portfoliostrukturen und identifizierte Risiken
Der Trend geht weg von konzentrierten Allokationen hin zu breiter gestreuten Core-Satellite-Ansätzen. Während aktuell 40% der Investoren auf wenige Kernsegmente fokussiert sind, erwarten dies in fünf Jahren nur noch 19%. Auch regionale Abhängigkeiten vom dominanten US-Markt sollen zugunsten von Europa und der APAC-Region reduziert werden.
Die Ausweitung der Quoten bleibt jedoch nicht ohne Hürden: Investoren sehen höhere Ausfallraten (72%) und schwächere Covenants (41%) als primäre Risiken. Eine mangelnde Bewertungstransparenz (50%) sowie das Liquiditätsmanagement (48%) bilden die größten Herausforderungen. Für 81% der Befragten ist daher eine klare Manager-Spezialisierung essenziell, um durch disziplinierte Risiko- und Kreditprüfung im aktuellen Zyklus zu bestehen.
Quelle: Benefit Street Partners by Franklin Templeton: „2026 Alternative Credit Survey“.
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