Signifikanter AUM-Zuwachs für Clarion und Franklin Templeton
Durch die Akquisition, die vorbehaltlich aufsichtsrechtlicher Zustimmungen im vierten Quartal 2026 abgeschlossen sein soll, steigen die von Clarion in Europa verwalteten Assets um das Dreifache auf 13 Milliarden US-Dollar (11 Milliarden Euro) an. Das globale Anlagevolumen der Immobilientochter erhöht sich parallel um 12% auf insgesamt 82 Milliarden US-Dollar. Für die Muttergesellschaft Franklin Templeton bedeutet der Zukauf ein Anwachsen des insgesamt im Alternative-Investments-Segment verwalteten Vermögens auf über 300 Milliarden US-Dollar.
Strategische Erweiterung der Real-Assets-Plattform
Stoneshield bringt ein verwaltetes Vermögen von 8 Milliarden Euro sowie eine Spezialisierung auf opportunistische Strategien in das Joint Venture ein. Der Fokus des europäischen Managers liegt auf angebotsknappen Sektoren wie Student Housing, digitaler Infrastruktur, Wissenschaft und Innovation sowie kritischer Energie- und Wohninfrastruktur. Zu den strategischen Beteiligungen gehören unter anderem die PBSA-Plattform (Purpose-Built Student Accommodation) MiCampus, der Projektentwickler für erneuerbare Energien Solaria und der Infrastrukturbetreiber Exolum.
Laut David Gilbert, CEO von Clarion Partners, ergänzt Stoneshields Fokus auf Sondersituationen das bestehende Angebot. Bislang lag Clarions europäischer Schwerpunkt primär auf Logistikimmobilien und Net-Lease-Objekten im institutionellen Segment. Mit der Eingliederung soll Stoneshield künftig als dedizierte Plattform für opportunistische Investments in Europa fungieren.
Führungsteam bleibt an Bord
Die Stoneshield-Gründer Juan Pepa und Felipe Morenés behalten im Zuge der Übernahme die operative Verantwortung für die Anlagestrategie und das Tagesgeschäft. Gemeinsam mit den Teams von Clarion und Franklin Templeton sollen sie die Entwicklung neuer Anlageprodukte für institutionelle Investoren und das globale Wealth-Management-Segment vorantreiben. Die bestehenden Bürostandorte in Spanien, Portugal, Irland, Großbritannien und Luxemburg bleiben erhalten. Goldman Sachs International agierte bei der Transaktion als Finanzberater für Stoneshield.
Weitere beliebte Meldungen: