Seahawk Investments hat gemeinsam mit Universal Investment den Seahawk Maritime Credit Fund aufgelegt. Wie der Frankfurter Investmentmanager in einer Pressemitteilung mitteilte, erweitert der in Luxemburg domizilierte Reserved Alternative Investment Fund (RAIF) die bestehende Plattform um maritime Private-Credit-Investments. Der erste Teilfonds SMCF I wird von einem Family Office aus der Schifffahrtsbranche als Ankerinvestor unterstützt.
Besicherte Kredite für maritime Assets
Der SMCF I investiert in vorrangig besicherte, Asset-backed Loans. Zum Anlageuniversum gehören unter anderem Finanzierungen für Containerschiffe, Massengutfrachter, Tanker, RoRo- und PCTC-Schiffe, Offshore-Serviceschiffe sowie intermodale Ausrüstung.
Seahawk sieht die Strategie vor dem Hintergrund eines zunehmenden Rückzugs traditioneller Banken aus Teilen der Schiffsfinanzierung. Verschärfte Kapitalanforderungen führten nach Einschätzung des Managers insbesondere bei kleineren und mittelgroßen Reedern zu Finanzierungslücken.
„Die Vergabe von Krediten an die Schifffahrtsbranche leidet unter einem strukturellen Ungleichgewicht, da sich Banken aus Teilen des Marktes zurückziehen“, sagt Philip Clausius, geschäftsführender Gesellschafter der Transport Capital Group und Mehrheitsgesellschafter von Seahawk Investments. Für spezialisierte Kreditgeber mit entsprechender Shipping-Expertise entstünden daraus nach Einschätzung des Unternehmens zusätzliche Finanzierungsmöglichkeiten.
Der Fonds verfolgt einen antizyklischen, auf den gesamten Konjunkturzyklus ausgerichteten Risikoansatz. Im Fokus stehen maritime Assets aus dem Sekundärmarkt, für die nach Angaben von Seahawk transparente Bewertungen vorliegen.
Michael de Visser übernimmt Fondsmanagement
Verantwortet wird die Strategie von Michael de Visser, Managing Director Credit Investments bei Seahawk Investments. Er leitete zuvor den Bereich Shipping & Intermodal der niederländischen NIBC Bank. Hubertus Clausius, Gründer und Geschäftsführer von Seahawk Investments, verweist dabei auf dessen Erfahrung in der Schiffsfinanzierung: „Er verfügt nicht nur über eine umfassende Erfahrung in der Schiffsfinanzierung und langjährige Beziehungen in der Branche, sondern ist auch ein anerkannter Experte für besicherte Kredite.“
De Visser selbst sieht auf Seiten der Reeder einen wachsenden Bedarf an spezialisierten Finanzierungspartnern: „Reeder benötigen zunehmend Finanzierungspartner, die die betrieblichen Gegebenheiten der Branche verstehen und wissen, wie wichtig eine sichere Abwicklung ist.“ Die Strategie soll Asset-backed Financing mit einer selektiven Kreditvergabe und aktivem Risikomanagement verbinden.
Laufzeit von acht Jahren mit Verlängerungsoption
Der erste Teilfonds ist als luxemburgische SCA in Form einer SICAV RAIF strukturiert. Ausschüttungen sind jährlich vorgesehen. Die maximale reguläre Laufzeit beträgt acht Jahre und kann zweimal um jeweils ein Jahr verlängert werden. Universal Investment-Luxembourg fungiert als AIFM und Fondsverwalter, DZ PRIVATBANK als Verwahrstelle. Arendt & Medernach ist als Rechtsberater mandatiert, Deloitte als Wirtschaftsprüfer.
Mit dem Maritime Credit Fund ergänzt Seahawk seine bislang liquiden Strategien. Zur Plattform gehören außerdem der 2019 aufgelegte Seahawk Equity Long Short Fund sowie der seit 2024 bestehende Seahawk Credit Opportunities Fund.
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