Die Auswahl des Managers hat im Private Equity erheblichen Einfluss auf die langfristige Rendite. Wie Moonfare im Rahmen einer Pressemitteilung an PrivateMarkets360 mitteilte, betrug die jährliche Renditedifferenz zwischen dem obersten und dem untersten Quartil der Private-Equity-Manager im Zeitraum von 2016 bis 2026 durchschnittlich 19,2 Prozentpunkte. Bei Large-Cap-Aktien lag der entsprechende Abstand bei 2,9 Prozentpunkten.
Grundlage ist die Moonfare-Studie „Dispersion in private markets: Manager selection unlocks the premium“. Sie untersucht unter anderem, wie stark sich Performance-Unterschiede über die Laufzeit geschlossener Private-Equity-Fonds kumulieren können.
Performance-Unterschiede verstärken sich über die Laufzeit
Eine Modellrechnung auf Basis der Quartilsperformance von Private-Equity-Fondsjahrgängen zwischen 2000 und 2023 zeigt: Unter der Annahme einer konstanten IRR kann der Endwert eines Fonds aus dem obersten Quartil nach zehn Jahren etwa doppelt so hoch liegen wie bei einem Fonds mit Median-Performance.
Damit unterstreicht die Analyse die hohe Bedeutung von Manager Selection und Portfolio Construction im Private Equity. Gleichzeitig ist der Zugang zu etablierten Top-Fonds häufig begrenzt, da diese vielfach überzeichnet sind und nur eingeschränkte Kapazitäten anbieten.
Top-Quartil ist keine Garantie für Folgefonds
Moonfare untersuchte zudem 647 Fondsübergänge bei geschlossenen Buyout-Fonds, um die Persistenz der Performance zu analysieren. In 34% der Fälle erreichte auch der jeweilige Nachfolgefonds wieder das oberste Quartil. Umgekehrt konnten 66% der zuvor im Top-Quartil platzierten Manager diese Position mit ihrem nächsten Fonds nicht wiederholen. Eine starke historische Performance allein liefert damit keine verlässliche Grundlage für die Beurteilung eines Nachfolgefonds.
Moonfare-Gründer und Co-CEO Steffen Pauls zufolge zeige die Analyse, dass „der bloße Zugang zu Private Markets keine überdurchschnittlichen Anlegerrenditen garantiert“. Entscheidend seien vielmehr die Auswahl der Manager und der Zugang zu deren Fonds.
Als mögliche Faktoren für wiederholbare Outperformance nennt die Studie unter anderem differenziertes Deal-Sourcing, eine belastbare Deal-Pipeline und operative Expertise.
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