Markt für Private Markets im strukturellen Wandel
Wie Preqin mitteilte, umfasst die Prognose alle großen alternativen Anlageklassen: Private Equity, Private Credit, Infrastruktur, Immobilien, Hedgefonds und Natural Resources. Ein zentrales Ergebnis des Berichts ist die Erwartung eines strukturellen Wachstums, das über zyklische Marktbewegungen hinausgeht.
AI als Wachstumstreiber für Private Equity und Venture Capital
Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz soll insbesondere in Venture-Capital-finanzierte Unternehmen Investitionen fördern und die Kapitalbedarfe verändern. Gleichzeitig profitieren Private-Equity-Beteiligungen überproportional von der durch AI geschaffenen Wertschöpfung, etwa durch Investitionen in digitale Infrastruktur.
Private Credit auf dem Weg zur Reife
Private Credit dürfte laut Bericht bis 2030 ein AUM von 4,5 Billionen US-Dollar erreichen. Treiber dieser Entwicklung sind unter anderem neue, liquide Fondsstrukturen, eine weitergehende Disintermediation traditioneller Banken und eine wachsende Nachfrage nach alternativen Finanzierungsformen durch neue Kreditnehmer.
Mit einem prognostizierten AUM von rund 3 Billionen US-Dollar bis 2030 rückt Infrastruktur als Anlageklasse stärker in den Fokus. Besonders Europa dürfte laut Preqin schneller wachsen als Nordamerika, getrieben von Investitionen in Energieversorgung, Digitalisierung und Verteidigung.
Neuer Private-Equity-Zyklus in Sicht
Nach einer Phase rückläufiger Exit-Aktivitäten seit 2022 rechnet Preqin bis 2030 mit einer Erholung. Niedrigere Leitzinsen, verbesserte Bewertungsniveaus und eine strukturelle Verlagerung von Public zu Private Markets sollen eine neue Marktphase einleiten.
Auch die Kapitalallokation institutioneller Investoren verändert sich: Das klassische 60/40-Portfolio weicht laut Preqin zunehmend einer 50/30/20-Struktur, bei der Private Markets eine zentrale Rolle einnehmen. Dabei gewinnt der Zugang über Private-Wealth-Kanäle an Bedeutung, ebenso wie der Secondaries-Markt zur aktiven Portfolioverwaltung.
Langfristige Perspektive durch strukturelle Marktveränderung
Cameron Joyce, Head of Research Insights bei Preqin, betont: „Mit alternativen Assets, die bis zum Ende des Jahrzehnts ein AUM von 32 Billionen US-Dollar erreichen sollen, ist diese Transformation nicht nur zyklisch, sondern strukturell.“ Die Konvergenz von öffentlichen und privaten Märkten verändere die Erwartungen der Investoren grundlegend.
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