Hohe Investitionsquote und breite Diversifikation
Seit dem Final Closing vor zwei Jahren hat der Wachstumsfonds Deutschland rund 82,5% seines Fondsvolumens an 41 VC-Zielfonds vergeben. Über diese Beteiligungen wurden mehr als 360 Technologieunternehmen finanziert. Der Fonds, der im Rahmen des Zukunftsfonds durch KfW Capital im Auftrag des Bundes konzipiert und strukturiert wurde, zählt mit rund 1 Milliarde Euro zu den größten europäischen VC-Dachfonds. Die Verwaltung übernimmt die Universal Investment Gruppe.
Private Kapitalbeteiligung dominiert
Besonders hervorzuheben ist der Anteil privaten Kapitals: Über 70% der Mittel stammen laut KfW Capital von institutionellen Investoren, darunter auch neue Anlegergruppen. „Durch seine innovative Strukturierung konnte ein intelligentes Zusammenspiel von staatlichem und privatem Kapital umgesetzt werden“, so Dr. Jörg Goschin, Vorsitzender der Geschäftsführung von KfW Capital.
Sektor- und Phasenverteilung der Investments
Die Mittel verteilen sich zu 39% auf den ICT-Sektor, 35% auf Life Sciences sowie 26% auf Generalisten mit Fokus auf DeepTech, IndustrialTech, ClimateTech und FoodTech. Nach Investmentphasen entfallen 54% auf Growth-Fonds, 35% auf Early-Stage-Fonds und 11% auf generalistische Strategien.
Zweite Fondsgeneration in Planung
Angesichts der positiven Entwicklung plant KfW Capital derzeit eine zweite Fondsgeneration. Das Fundraising für den Wachstumsfonds II soll 2026 starten. Zielgruppe sind erneut professionelle Investoren im In- und Ausland, darunter Versicherungen, Family Offices und Versorgungseinrichtungen. Laut KfW Capital befinden sich aktuell „einige sehr aussichtsreiche VC-Fonds im Fundraising“, was den Zeitpunkt für neue Investments besonders attraktiv mache.
Die Struktur des Fonds hat auch außerhalb Deutschlands Aufmerksamkeit erregt. Länder wie Österreich prüfen vergleichbare Modelle, um eigene VC-Strukturen zu stärken.
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