Die OBI Group Holding hat zum 27. Januar die Mehrheit an der Enovato GmbH, der Muttergesellschaft des Clean-Tech-Pioniers 42watt, übernommen. Damit vertieft das Unternehmen eine seit November 2023 bestehende Partnerschaft. Ziel der Übernahme ist es, Kunden nicht mehr nur Produkte für das Heimwerken anzubieten, sondern sie aktiv bei komplexen Projekten wie der energetischen Sanierung zu begleiten.
Strategischer Wandel zum Lösungsanbieter
Für OBI-Chef Sebastian Gundel ist dieser Schritt ein zentraler Baustein der Unternehmensstrategie. „Gemeinsam definieren wir neu, was Home Improvement im 21. Jahrhundert bedeutet: OBI verkauft mehr als Produkte, wir ermöglichen ein nachhaltiges Zuhause. Die Integration von 42watt ist ein klares Signal für unsere Transformation von OBI zum Lösungsanbieter“, so Gundel.
Auch Marcus Dietmann, Gründer und Geschäftsführer von 42watt, sieht in der Partnerschaft große Wachstumschancen: „Mit OBI im Rücken können wir unsere Technologie noch breiter zu den Menschen bringen. Für uns ist das die Chance, genau den Hebel für den Klimaschutz im Gebäudesektor anzusetzen, den wir schon immer im Blick hatten: einfach, digital und für jede*n machbar.“
Ganzheitlicher Sanierungsansatz („One-Stop-Shop“)
Das Konzept von 42watt unterscheidet sich von klassischen Anbietern durch einen herstellerunabhängigen Beratungsansatz. Das Unternehmen begleitet Hausbesitzer von der ersten Analyse über die Erstellung eines individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP) bis hin zur Umsetzung durch ein Netzwerk lokaler Fachbetriebe. Dabei werden auch bereits umgesetzte Maßnahmen berücksichtigt und in das Gesamtkonzept integriert.
Besonderer Fokus liegt auf der Unabhängigkeit bei der Auswahl von Komponenten wie Wärmepumpen, wodurch individuelle Lösungen für Gebäude ermöglicht werden sollen.
Integration in das OBI-Ökosystem
Die Leistungen von 42watt werden ab sofort über die Online-Plattform obi.de sowie die heyOBI-App zugänglich gemacht. Perspektivisch soll das Angebot auch direkt vor Ort in den mehr als 350 deutschen OBI-Märkten verfügbar sein. Laut Felix Weber, Head of Innovation bei OBI, zeigt dieser Schritt, wie das Unternehmen über sein Corporate Venture Capital Team gezielt Startups identifiziert, die auf strategische Wachstumsfelder wie die Energiewende einzahlen.
Mit einem Gesamtumsatz von 8,2 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2024 und über 9 Millionen registrierten App-Nutzer:innen bietet OBI die notwendige Reichweite, um die digitalen Sanierungslösungen von 42watt flächendeckend in Deutschland zu etablieren.
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