Großtransaktionen stützen schwachen Dealflow
Trotz des verhaltenen Marktes meldete PitchBook markante Großvolumina. Der Clubbetreiber Invited Clubs sicherte sich zur Übernahme durch KSL Capital Partners von Apollo Kredite über 1,7 Milliarden US-Dollar. Ares Credit leitete die First-Lien-Finanzierung zu SOFR plus 475 bis 500 Basispunkten. Zudem generierte BridgeBio Pharma eine Preferred-Equity-Finanzierung von 1 Milliarde US-Dollar, wovon Sixth Street 800 Millionen US-Dollar zeichnete.
Erhöhter Redemptions-Druck auf Non-Traded BDCs
Anleger forderten vermehrt Liquidität zurück. Der Ares Strategic Income Fund war mit Rücknahmeanträgen von 14,4% konfrontiert, bediente jedoch nur das vierteljährliche Cap von 5%. Knapp die Hälfte entfiel auf eine kleine Gruppe von Nicht-US-Institutionen. Der Antares Strategic Credit Fund (A-STAR) deckelte Halbjahr-Forderungen von 10,33% bei seinem Limit von 7,5%. Goldman Sachs (3,24%) und Nuveen Churchill (2,3%) blieben unter ihren Caps. Marktbeobachter erwarten durch sinkende Zinsen sinkende Netto-Anlageerträge und anstehende Refinanzierungsrisiken, insbesondere im Softwaresektor.
Sinkende Spreads und Risikokonzentration bei Versicherern
Das Pricing moderierte sich weiter: Der 90-Tage-Spread für Large-Corporate-Kredite lag per Anfang Juli bei 282 Basispunkten (Rendite ca. 6,80%). Zeitgleich warnt Clearwater Analytics vor Klumpenrisiken bei Lebensversicherern, deren mediane Allokation in Private Credit auf 9% des Gesamtvermögens stieg. Schätzungsweise 10% bis 20% dieser Gesellschaften halten neben LP-Anteilen parallele Engagements in den Verbindlichkeiten der zugrunde liegenden Fonds.
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